Aus Angst vor Krebs die Brüste entfernt – Interview mit Sarah Neuendorf, Gesundheitsberaterin und Aromaexpertin

Sie ließ sich aus Angst vor Brustkrebs die Brüste entfernen

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

In diesem Gespräch erzählt Sarah Neuendorf offen von einer Entscheidung, die sie heute bereut: die prophylaktische Entfernung der Brüste nach einem positiven genetischen Risiko. Sarahs Geschichte berührt nicht nur persönlich, sie öffnet Brücken zwischen Schulmedizin und Ganzheitsmedizin, zwischen Ursachenforschung und Symptombehandlung. Der Beitrag erscheint im Kontext von QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden und lädt Sie ein, Fragen zu stellen, Alternativen zu erwägen und Vertrauen in informierte Entscheidungen zu stärken.

Kontext und Sinn dieses Interviews

Sarah wuchs mit der Erfahrung auf, dass Brustkrebs die Familie prägte. Jahre später ließ sie sich aufgrund eines genetischen Risikoprofils präventiv operieren. Heute arbeitet sie als Gesundheitsberaterin und Aromaexpertin und teilt ihre Reflexionen, um andere Frauen davor zu bewahren, dieselben Fehler zu wiederholen. Das Gespräch stellt drei zentrale Fragen in den Mittelpunkt: Wie viel Macht haben Gene wirklich? Welche Rolle spielen Prävention, Ernährung und Entgiftung? Und wie kann psychosoziale Begleitung die Entscheidungsqualität verbessern?

Halbkörperaufnahme einer Frau im Interview, ruhiger und nachdenklicher Ausdruck vor schwarzem Vorhang.

Das Gespräch — Fragen und Antworten

Frau Neuendorf, was war der Auslöser für Ihre Entscheidung, sich die Brüste entfernen zu lassen?

Ich verlor meine Mutter sehr jung an Brustkrebs. Diese Erfahrung hat eine tiefe, ständige Angst hinterlassen. Jahre später ließ mich ein genetischer Test mit einer als hoch angegebenen Wahrscheinlichkeit verunsichern. Die Empfehlung der behandelnden Ärzte, kombiniert mit meiner eigenen Angst, führte schließlich zur Entscheidung. Rückblickend sehe ich, dass die ganzheitlichen Ursachen nie ausreichend beleuchtet wurden und mir wichtige Alternativen vorenthalten blieben.

Welche Form der Aufklärung und Begleitung haben Sie während des Prozesses erhalten?

Vor der Operation gab es Gespräche zu Risiken der Narkose und zu OP-Komplikationen. Psychologische Unterstützung oder ein Angebot, präventive und ganzheitliche Maßnahmen zu prüfen, fand praktisch nicht statt. Die Angst dominierte die Entscheidungssituation. Im Nachhinein fehlt mir die Debatte über Epigenetik, Ernährung, Entgiftung und psychosoziale Faktoren, die ein anderes Bild ergeben hätten.

Sarah Neuendorf im Interview, klarer Schärfe, spricht ernsthaft

Wie hat sich die Operation auf Ihr Leben als Mutter ausgewirkt?

Die Geburt meiner Tochter hat vieles verändert. Ich kann nicht stillen, und dieses Verpassen ist bis heute schmerzhaft. Es geht nicht nur um ein Körperteil, sondern um Identität, Weiblichkeit und die Nähe, die Stillen ermöglicht. Psychologisch hat die Entscheidung Narben hinterlassen, auch wenn ich gelernt habe, damit zu leben und daraus Wissen zu schaffen.

Prof. Dr. Hockertz spricht von einem „Fass-Modell“ der Tumorentstehung. Was bedeutet das für die Prävention?

Die Vorstellung, dass Gene allein die Krankheit bestimmen, ist zu kurz gedacht. Ein Tumor entsteht meist aus vielen Faktoren: Umweltbelastungen, Ernährung, Chronizität von Stress, Traumata, Zahnproblematik und Entgiftungsleistung. Prävention bedeutet, das Milieu zu stärken, nicht nur genetische Risiken zu verfolgen. Ernährung, Stressmanagement, Entgiftung und psychosoziale Arbeit sind die Basis.

Sarah Neuendorf gestikulierend erklärt Präventionsmaßnahmen

Welche praktischen Schritte empfehlen Sie heute für Frauen mit familiärem Risiko?

Prävention beginnt zuhause: prüfen Sie Ernährung, Bewegung, Vitaminversorgung wie Vitamin D, Entgiftungswege und Zähne. Schalten Sie nachts WLAN aus, reduzieren Sie Umweltbelastungen und denken Sie über psychologische Begleitung nach. Ätherische Öle, Vitalpilze und eine gezielte Nährstoffversorgung können das Milieu unterstützen. Wichtig ist: Holen Sie mehrere Meinungen ein und wählen Sie informierte, ganzheitliche Beratung statt panikgetriebener Aktionen.

Wie können Ärztinnen und Ärzte die Begleitung verbessern, damit Entscheidungen nicht aus Angst getroffen werden?

Ärzte sollten neben der mechanistischen Perspektive die biopsychosoziale Sicht einnehmen. Das heißt: Ursachenforschung, Aufklärung über Epigenetik, begleitende Psychotherapie und faire Information zu Risiken und Alternativen. Psychoonkologie gehört vor die Operation, nicht erst danach. Die Kombination aus kompetenter Information und beruhigender Begleitung stärkt die Entscheidungsfähigkeit der Patientin.

Sarah Neuendorf lächelnd und zugewandt im Interview

Stehen Sie heute Betroffenen zur Seite?

Ja. Ich biete Beratung und teile meine Erfahrungen, um andere Frauen aufzuklären. Auf meiner Webseite und in Sozialen Medien bin ich erreichbar. Ziel ist, dass Frauen informiert und selbstbestimmt entscheiden, statt aus Angst zu handeln.

Studioaufnahme: mittlere Gesprächspartnerin spricht engagiert, die anderen hören zu.

Wichtige Aussagen zusammengefasst

  • Gene sind nicht Schicksal: Epigenetik und Lebensstil spielen eine große Rolle.
  • Angst ist ein schlechter Ratgeber: Entscheidungen sollten aus Information und Bewusstsein entstehen.
  • Ganzheitliche Prävention: Ernährung, Entgiftung, psychologische Arbeit und Umweltfaktoren sind zentral.
  • Psychologische Begleitung: Muss vor und nicht nach einschneidenden Eingriffen stattfinden.

FAQ

Was bedeutet ein positives BRCA-Resultat konkret für meine Risikoabschätzung?

Ein positiver BRCA-Test gibt eine Wahrscheinlichkeitsabschätzung, aber er erklärt nicht allein das gesamte Risiko. Viele andere Faktoren bestimmen, ob eine Erkrankung tatsächlich entsteht. Eine ganzheitliche Betrachtung ist wichtig.

Gibt es Alternativen zur prophylaktischen Mastektomie?

Ja. Intensivierte Surveillance, Lebensstiländerungen, gezielte Entgiftung, psychosoziale Begleitung und ergänzende Präventionsmaßnahmen können Alternativen sein. Jede Entscheidung sollte auf mehreren unabhängigen Meinungen basieren.

Wie finde ich qualifizierte ganzheitliche Beratung?

Suchen Sie nach zertifizierten Gesundheitsberatern, die wissenschaftliche und ganzheitsmedizinische Ansätze kombinieren. Plattformen wie wikiSana bieten Zugang zu Expertinnen und Experten. Holen Sie mehrere Perspektiven ein.

Wie wirkt sich eine Brustentfernung psychologisch aus?

Viele Frauen berichten von Identitätsverlust, Trauer und Beeinträchtigungen beim Stillen. Psychologische Folgen sind oft langfristig. Deshalb ist Vor- und Nachbetreuung entscheidend.

Abschließende Gedanken und Einladung

Sarahs Geschichte ist ein deutlicher Appell: Prävention beginnt nicht mit der Skalpell-Klinge, sondern mit informierter Aufklärung und ganzheitlicher Diagnose. Schulmedizin und Ganzheitsmedizin müssen Brücken bauen, damit Sie fundiert entscheiden können und nicht aus Angst handeln. QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden bieten Raum für diese Vielfalt an Perspektiven und Unterstützung.

Über die Angebote der QS24 Mediengruppe

Die QS24 Mediengruppe AG bietet eine umfassende Plattform für ganzheitliche Gesundheit. Die erste Ausgabe des QS24 Gesundheitskompasses erreichte bereits eine Auflage von 140’000 Exemplaren. Die zweite Ausgabe erscheint im November 2025 und markiert einen neuen Meilenstein: Über 600.000 Exemplare, davon rund 580.000 direkt im D‑A‑CH‑Raum verteilt. Entdecken Sie zudem die QS24 Academy unter https://my.qs24.academy für zertifizierte Kurse und die QS24 App für Sendungen mit fachlichem Tiefgang.

Nutzen Sie die QS24 Sprechstunden als interaktives Experten-Event: Live-Fragerunden, Networking und neueste Erkenntnisse. Mehr Informationen finden Sie unter https://qs24.run/sprechstunden. Vertiefen Sie Wissen im Online-Gesundheitskompass auf https://qs24.run/online und melden Sie sich für den Newsletter an unter https://www.qs24.tv/newsletter/.

QS24 und wikiSana stehen Ihnen als Brücke zwischen unterschiedlichen medizinischen Welten zur Seite. Wenn Sie Fragen haben oder eine zweite Meinung wünschen, suchen Sie das Gespräch mit qualifizierten Fachpersonen.

Mit Dankbarkeit für Ihre Aufmerksamkeit und in Verbundenheit,

Alexander Glogg
QS24 – Ihr Schweizer Gesundheitsfernsehen

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